Speak or 4ever hold your peace...

Ja, ja, lange ist es her. Lange habe ich normal gelebt. Dacht ich sei über alles hinweg. Mir ging es gut. Habe nicht mehr gehungert, nicht mehr Kalorien gezählt. Alles war gut. Verliebt, die Beziehung lief super. Habe stolze 10 Kg zugenommen.

 

Und dann? Baaaaaadaaaabooooom!!!! Ich fühlte mich unwohl. Wieder wie eine fette Qualle.

Zuvor war alles okay. Hatte meine 48 Kg. War schlank und war stolz. Alle piensten an mir rum, ich sei zu schlank. Was mir ein noch besseres Gefühl gegeben hat und mich endlich dahin brachte zu denken, alles sei jetzt perfekt und ausdefiniert. Mein ganzes kranken Denken und Handeln, war plötzlich verschwunden.

 

Und jetzt sitze ich hier. Gestern einen mega Heulanfall gehabt, vor meinem Freund, dass ich fett sei und ich alles andere als attraktiv auf ihn wirken muss. Und heute? Hing ich kotzend über den Klo um all meine Sünden, die ich heute zu mir genommen habe, wieder loszuwerden. Komisch... Ich war nie bullimisch. Ich war immer absoluter ANA Anhänger. Gehungert, gehungert und gehungert. Heute erwische ich mich über dem Klo. Gut hat es getan.

 

Eine erneute Karriere nimmt seinen Lauf.

Irgendwie bin ich verwirrt. Nichtsahnend darüber, ob die ganze Geschichte wieder von vorne losgeht. Klar, geht sie es. Sonst würde ich nicht hier sitzen und diesen Text hier schreiben. Aber irgendwie möchte ich auch nicht, dass alles wieder von vorne beginnt. Immer dieser Kreislauf. Gute Phasen, scheiß Phasen... Kotzen, hungern, fressen. Immer und immer wieder. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich es nicht zulassen. Aber ich bin zu anfällig für dieses Verhalten, war es schon immer. Immer stellt sich mir die Frage, wie kleine 13. jährige Mädchen, damit beginnen wollen, ohne zu wissen, was tatsächlich auf die zukommt. Das sie immer noch nicht verstehen, dass eine Essstörung kein Lifestyle ist, sondern eine ernstzunehmende Krankheit. Welche einen kaputt macht. Nicht nur sich selbst, sondern auch alles andere um sich herum. Das man sich isoliert und jeden weh tut mit seinem Verhalten. Und YES, ich bin wieder dabei. *kopfschüttel*Aber das hat sich wieder langsam angeschlichen. Wochenlang, wenn nicht sogar monatelang war ich wieder unzufrieden. Und anstatt weniger zu essen, oder Diät zu halten, neee habe ich rein gar nichts getan. Wie immer.. Erst dann reagieren, wenn man sooo angewidert und angepisst ist, dass man keine andere Lösung findet, als sich an die alten Muster zu halten und sich selbst wieder kaputt zu machen. 3 Anlauf wird es dann wohl wieder sein, wo man von Arzt zu Arzt geschickt wird. Wieder das Hirn ordentlich gewaschen bekommt und am Schluss möglicherweise wieder zwangsernährt wird. Aber all dessen bin ich mir bewusst und gehe wieder diesen Weg. SCHÖN DOOF. Aber einmal krank immer krank...

 

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